dass DB als "gitarrenrockband" bisweilen noch reichlich unbeholfen wirken (das böse wort von der "abi-abschluss-band" machte auch im schönen tilburg durchaus die runde) mag ich nicht bestreiten - der umstand machte aber auch einen gewissen charme aus, gerade ob der headliner-position nach wirklich überzeugenden performances der vorgänger - wäre es hier nach musikalischer perfektion gegangen, hätten albin und freunde wohl allenfalls den nachmittag bestreiten dürfen

dem durchweg sympathischen gesamteindruck hat das aber keinen abbruch getan. die angestebte distanzierung von der kontroversen vergangenheit war für das wie immer äußerst aufgeschlossene, niederländische publikum unübersehbar: die eichenlaub-flagge an albins tasten war verschwunden, und bis auf "wir reiten" gab es auch nichts aus diskussionswürdigen zeiten zu hören. kurzum: ich fand's sehr nett!
mich wundert, dass noch niemand die ominöse keksdose auf linas tisch erwähnt hat - aber jetzt weiß ich ja, was drin war: tapes!
bain wolfkinds minimalismus ist gerade das, was ich so beeindruckend an ihm finde, nichts als stimme und präsenz auf der bühne und diese wirkung. war allerdings auch meine erste live-begegnung.